Flucht aus der Botschaft

Am Ende wurde die Lage in Kabul lebensgefährlich. Die Recherche zeigt: Die Bundesregierung zögerte mit ihrer Anordnung zur Evakuierung. Vor Ort leitete man den Abzug deshalb auf eigene Faust ein.

Die Verantwortlichen in der deutschen Botschaft in Kabul sollen ihre Evakuierung auf eigene Faust eingeleitet haben, nachdem die Regierung in Berlin gezögert hatte. Das ergab eine Recherche von WELT AM SONNTAG. Mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen berichten, dass die Bundesregierung Warnungen von vor Ort nicht ernst genug genommen habe.

Der Entschluss zur Evakuierung wurde am vergangenen Sonntag um kurz vor 12.30 Uhr Ortszeit den Informationen zufolge dann eigenständig in Kabul gefasst. Das wirft einen Schatten auf das Krisenmanagement des Auswärtigen Amts.

Die Situation in der afghanischen Hauptstadt hatte sich seit Freitag, dem 13. August, schneller als erwartet verschlechtert. Der Recherche zufolge drangen an diesem Tag Verantwortliche in der Botschaft sowie Vertreter der Bundespolizei auf einen Abzug.

Für den Schutz von Botschaften an besonders gefährlichen Orten sind Spezialkräfte der Bundespolizei im Einsatz. Vize-Botschafter Jan Hendrik van Thiel hatte sich bereits seit Tagen beim Auswärtigen Amt (AA) beschwert. Am Samstag verschlechterte sich die Lage dramatisch. (Lesen Sie hier den gesamten Text)

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